Franz Höllriegel
Thema 01 / 04 — Leben

DonzdorfbisMünchen

Vom Sohn eines Südtiroler Steinmetzen in Schwaben zum Steinmetzmeister König Ludwigs I. — und zu einem Grab im Alten Südfriedhof.

Kapitel 01 — 1794 bis 1816Herkunft

Er wurde am 24. Oktober 1794 in Donzdorf bei Ulm geboren.

Sein Vater kam mit seinem Großvater im Zuge des Ausbaus des Donzdorfer Schlosses aus Südtirol nach Schwaben. In Stuttgart wurde er zum Steinmetz ausgebildet. Auf Empfehlung des damaligen Innenministers von Bayern, des Donzdorfer Schlossherren Graf von Rechberg, ging er 1816 nach München.

Kapitel 02 — ab 1816Steinmetz

Zunächst arbeitete er als Steinmetzpolier an der Glyptothek unter Leo von Klenze.

Ab 1816 arbeitete er als Steinmetzmeister vor allem für die Bauten von Leo von Klenze für Ludwig I. und war damit für die Bauausführung von wichtigen Elementen der klassizistischen Umgestaltung Münchens mit z. B. dem Marstall, Königsplatz, der Ludwigstraße, dem Haslauer-Block, der Ruhmeshalle, der Alten Pinakothek oder der Residenz verantwortlich.

Am 22.8.1822 wurde er Bürger und Steinmetzmeister in München.

Bauten

Alle Bauwerke, an denen er beteiligt war: Thema 02: Bauten →

Farbiges Familienwappen mit Helmzier
WappenDas Wappen.

Kapitel 03 — 1858Alter Südfriedhof

Er starb am 9. Mai 1858 in seinem Haus in der Müllerstraße 46 in München.

Franz Höllriegel liegt in naher Entfernung zu seinem Haus in der Müllerstraße mit seinen beiden Ehefrauen Josepha und Barbara im Alten Südfriedhof in der Münchner Innenstadt begraben (Sektion 6/1/5253).

Zu seiner Linken ist die Grabstätte der Familie Pschorr; versetzt gegenüber liegt Carl Spitzweg.

Grabstätte im Alten Südfriedhof München unter Bäumen
GrabstätteAlter Südfriedhof, Sektion 6/1/5253.
Inschrift auf dem Grabstein von Franz Höllriegel
GrabsteinInschrift mit dem Geburtsjahr 1794.

Kapitel 04 — 1794 bis 1858Zeitleiste

  1. 1794Geboren am 24. Oktober in Donzdorf bei UlmAusbildung zum Steinmetz in Stuttgart
  2. 1816Nach München, auf Empfehlung des Grafen von RechbergSteinmetzpolier an der Glyptothek unter Leo von Klenze
  3. 1822Bürger und Steinmetzmeister in München22. August · Anwesen in der Müllerstraße
  4. 1841Kauf des heutigen Brückenwirts an der Isar12. Februar
  5. 1852Der Name „Höllriegels Gereuth“ wird genehmigtdurch König Maximilian II. · Park mit Monopteros, Mariensäule und Kapelle bis 1858
  6. 1858Gestorben am 9. Mai in MünchenAnwesen an der Isar inzwischen 110 Hektar