Franz Höllriegel
Wappen SW

König Ludwigs Steinmetz
1794 bis 1858

Franz  Höllriegel war ein Steinmetzmeister mit Südtiroler Vorfahren und der Gründer des Ortes Höllriegelskreuth. Er wurde am 24. Oktober 1794 in Donzdorf bei Ulm geboren und starb am 9. Mai 1858 in seinem Haus in der Müllerstraße 46 in München.

Sein Vater kam mit seinem Großvater im Zuge des Ausbaus des Donzdorfer Schlosses aus Südtirol nach Schwaben.  In Stuttgart wurde er zum Steinmetz ausgebildet. Auf Empfehlung des damaligen Innenminister von Bayern, des Donzdorfer Schlossherren Graf von Rechberg, ging er 1816 nach München. Zunächst arbeitete er als Steinmetzpolier an der Glyptothek unter Leo von Klenze. Ab 1816 arbeitete er als Steinmetzmeister vor allem für die Bauten von Leo von Klenze für Ludwig I. und war damit für die Bauausführung von wichtigen Elementen der klassizistischen Umgestaltung Münchens mit z.B. dem Marstall, Königsplatz, der Ludwigstraße, dem Haslauer-Block, der Ruhmeshalle, der Alten Pinakothek oder der Residenz verantwortlich.

Am 22.8.1822 wurde er Bürger und Steinmetzmeister in München.

Am 12.2.1841 kaufte er das heute als Brückenwirt bekannte Anwesen an der Isar. Schon vorher erhielt er den Nagelfluh-Steinbruch. Bis 1858 vergrößerte er sein Anwesen dort auf 110 Hektar. Sein wichtigster Auftraggeber, Ludwig I,. war gerne Gast auf seinem Anwesen an der Isar.

1852 erhielt der Bereich auf Genehmigung von König Maximilian II. den Namen “Höllriegels Gereuth”, Rodung des Höllriegel - das heutige Höllriegelskreuth.

Von 1852 bis 1858 errichtete er dort einen kleinen Park mit Monopteros, Mariensäule und einer kleinen Kapelle.

Seine Tochter Barbara ehelichte den Pächter der Nymphenburger Porzellan Manufaktur, Ferdinand Scotzniovsky.

Nach Franz Höllriegel ist die Franz-Höllriegel-Straße in Pullach benannt.

 

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Kontakt: Thomas Prüm - An der Welle 3 - 60322 Frankfurt

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